Der Cupfinal 2014: Wann werden die Clubs Verantwortung übernehmen?

Der Cupfinal bewegt in diesem Jahr bereits Wochen vor der Durchführung. Werden die Clubs eine Auflage der Berner Stadtregierung akzeptieren und auf einen Fanmarsch quer durch die Berner Innenstadt verzichten? Wird im Fall der Fälle die Stadt Bern den Cupfinal eventuell sogar absagen?

Der Cupfinal bewegt: Screenshot www.derbund.ch am 05. April 2014

Der Cupfinal bewegt: Screenshot www.derbund.ch am 05. April 2014

Eines ist klar: Mit dem Hooligan-Konkordat hat sich das Gewaltpotential rund um den Schweizer Fussball nicht verkleinert. Aber zum ersten Mal haben die Behörden die Möglichkeit einzugreifen. Auf Unverständnis sorgen bei mir Aussagen in Fanforen des FC Basel: «Vor dem Cupfinal legen wir Bern in Schutt und Asche». Klar, solche Aussagen sind zwar von Einzelpersonen, zeigen uns aber auch das mögliche Gewaltpotential. Auch die Ausschreitungen der letzten Jahre tragen nicht viel zur Beruhigung bei.

Die Stadtregierung hat den Auftrag die Stadt und deren Bewohner vor Ausschreitungen, Einsätzen von Tränengas und Beschädigungen aller Art zu schützen. Dabei braucht sie die Hilfe der Clubs, und wohl leider deren Druck auf die Fans. Bestehen beide Clubs strikt auf einen Fanmarsch durch die Innenstadt, so bleibt der Regierung wohl nur die Möglichkeit einer Verweigerung der Spielbewilligung. Das wäre ein Totalschaden für den Sport.

Es gilt nun abzuwarten was in der kommenden Woche passieren wird. Noch hat sich die Berner Stadtregierung nicht zum Thema geäussert, aktuell finden Gespräche mit den Clubs statt. Ich hoffe die Resultate sind nicht enttäuschend. Denn spätestens nach dem Geisterspiel gegen Valencia sollten die Clubverantwortlichen des FC Basel etwas gelernt haben: Eine klare und öffentliche Distanzierung gegen Hooligans tut not!

Link: Zum Bericht auf Bund.ch
Link: Geisterspiel in Basel – Blick.ch

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