Reitschule Bern: Leistungen an den Trägerverein sind in Frage zu stellen!

Einmal mehr ist unser Gemeinderat in den Medien: Und zwar in einer ziemlich undankbaren Situation. Erneut gab es Randale vor der Reitschule. Erneut gibt es Verletzte. Unverständlich ist zudem vor allem die Tatsache, dass die Trägerschaft der Reitschule keinen Gesprächsbedarf sieht.

„Die Ausschreitungen haben ganz klar ein untragbares Mass erreicht!“ – So das Statement von Gemeinderat Reto Nause heute in den Medien. Auf den 2.Dezember war ein ausserordentliches Gespräch mit der Reitschule-Betreiberin Ikur angesetzt. Doch die Ikur blieb dem Gespräch fern. Die Begründung: Man sehe seitens Reitschule keinen Bedarf für Gespräche. (Zitat: Bernerzeitung.ch, 16.12.2013)

Diese Tatsache lässt vor allem eine Frage offen im Raum stehen: Ist die IKUR noch die richtige Trägerschaft für die Reitschule? Eine Trägerschaft die mit dem Leistungsvertrag Gelder der Stadt Bern kassiert, die Abmachungen darin, insbesondere im Bereich der Sicherheit, mit Füssen tritt und offensichtlich nicht einhalten will. Das sich die Stadtberner Bürger eine kulturelle Reitschule wünschen ist klar und wurde in Volksabstimmungen bestätigt. Es ist aber auch klar, dass sich niemand solche Ausschreitungen wünscht.

Für mich bleiben folgende Fragen aus meinem Blogpost vom 12.10.2012 weiterhin zentral: Wieso verwehrt die Reitschule solchen Gesetzesuntreuen nicht einfach den Zugang? Wieso arbeitet die Reitschule nicht endlich besser mit der Polizei zusammen? Es scheint ganz danach auszusehen, dass die Trägerschaft gar kein Interesse an der Lösung der Probleme hat.

Man könnte über die Legitimität solcher Protesten unterhalten, wenn diese an ein politisches Statement geknüpft wären. Leider ist dies nicht der Fall. Insider sprechen beim neusten Zwischenfall von einer Reaktion als „Massnahme“ gegen die Repression der Polizei. Bei der letzten Aktion war es scheinbar ein Geburtstagsgeschenk unter Chaoten.

Solche Gewaltorgien hat die Stadt nicht mehr zu tolerieren. Solche dämlichen Aktionen sind mit aller Härte zu bestrafen. Ebenso ist der Schutz solcher Chaoten zu bestrafen. Und sollte die Reitschule einmal mehr jenen Chaoten die Zuflucht gewähren, die verletzte Polizisten oder Feuerwehrleute in Kauf nehmen, so müssen die Konsequenzen gezogen werden. So sollten beispielsweise die Leistungen im vereinbarten Leistungsvertrag Schritt für Schritt reduziert werden, auch wenn dies weitere Folgen nach sich ziehen wird. Denn verlieren wird am Schluss die grosse Mehrheit an Nachtschwärmern, die das Kulturangebot der Reitschule schätzt.

Kommentare sind geschlossen.