«Eine moderne Partei, welche die Traditionen jedoch schätzt und ernst nimmt!»

Letzten Montag war es soweit. Michael Daphinoff hat sein Amt als CVP Präsident abgegeben.  Es freut mich ausserordentlich. dass ich als Nachfolger vom Vorstand vorgeschlagen, und von den Mitgliedern klar gewählt wurde (Medienmitteilung / Bericht BernerZeitung BZ). Ich möchte mich ganz herzlich für das Vertrauen bedanken, welches mir entgegengebracht wird. Michael Daphinoff hat den Massstab als Präsident in den letzten vier Jahren extrem hoch angesetzt. Gerne werde ich jedoch diese Herausforderung annehmen! In den nächsten Zeilen finden Sie ein paar Auszüge aus meiner Antrittsrede an die Parteibasis am letzten Montag. 

Es war das Jahr 2008 als ich begann mein politisches Interesse in einer Partei einzubringen. Mein Weg zur CVP war damals eher unüblich. Es war der damalige Präsident Henri Beuchat, welcher mich ganz spontan an eine Mitgliederversammlung eingeladen hatte. Zuvor war ich nicht wirklich entschlossen, welche Partei für mich die Richtige ist.  Aufgewachsen bin ich in Grosshöchstetten. Gerade in dieser Region gibt es kaum jemanden, der damals CVP gewählt hätte – zu stark sind BDP, SVP und SP.

Ausschlaggebend für die Wahl der CVP als „meine Partei“ war schlussendlich die grosse Übereinstimmung meiner politischen Ansichten und dem Profil der CVP Schweiz, welche kurz nach dem Wahlkampf 2007 stand – und für mich als heimliche Siegerin hervor ging. Und die Positionen der CVP Schweiz in aktuellen Tagesgeschäften bestätigen meinen Entscheid immer wieder. Es sind praktisch immer Positionen für die ich sofort eintreten kann!

Für mich ist die CVP eine moderne Partei, welche die Traditionen jedoch schätzt und ernst nimmt. Die CVP ist DIE Mittepartei par excellence.

Doch es wird täglich schwieriger, dies zu kommunizieren. Wir haben wir es in der Stadt Bern mit einer ganzen Menge verschiedener Parteien zu tun, von denen nicht wenige den Platz in der Mitte für sich beanspruchen. Wir müssen einen Weg finden die Ideen der CVP an den Wähler zu bringen. Es ist manchmal wie im Sport: Wir haben gute Spieler, verkaufen uns und unsere Ideen aber unter dem Wert. Das muss sich ändern. Wir dürfen vielleicht manchmal etwas pointierter auftreten, trotzdem müssen wir stehts niveauvolle uns faire Politik betreiben.

Was sich aber nicht ändert, ist die Tatsache, dass wir zur Lösung und Durchsetzung unserer Anliegen vermehrt wichtige Partner benötigen. Ein wichtiger Schritt ist diesbezüglich die enge Zusammenarbeit auf Fraktionsebene mit der BDP – diese Zusammenarbeit hat sich mehrmals bewährt. Was durch eine sachliche, überparteiliche Arbeit erreicht werden kann, das zeigt beispielsweise der Verein Pro Nachtleben Bern auf, in welchem ich in den letzten Monaten als Vertreter der Jungen CVP mich einbringen durfte. Ich glaube nicht, dass heute in der Stadt Bern an einem ernsthaften Nachtleben-Konzept gearbeitet würde, wenn sich die Vertreter der verschiedensten Parteien nicht zusammengerauft und zusammen an einen Tisch gesetzt hätten.

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