Gute Gründe für ein JA zur Waffenschutzinitiative

Die Waffenschutzinitiative ist seit Tagen in den Medien präsent. Und es fällt auf: Für einmal findet die Initiative Zustimmung in allen Parteien, auch in den bürgerlichen Parteien sind Supporter/innen zu finden. Ich gehöre dazu, ich empfehle am 13. Februar JA abzustimmen.

Einige Hauptkritikpunkte der Initiative sind nicht von der Hand zu weisen: So wird das zentrale, nationale Waffenregister in der Anfangsphase wohl mehr Geld verschlingen, als dies die kantonalen Register heute tun. Auch ist es eine Illusion, dass niemand mehr Selbstmord begehen wird. Es wird ausserdem nicht mehr so einfach möglich sein, ohne Lizenz eine Waffe in den eigenen vier Wänden aufzubewahren.

Trotzdem: Ich unterstütze die Initiative, da die positiven Auswirkungen der Waffenschutzinitiative für mich überwiegen. So gibt es auch in Zukunft in der Initiative explizit erwähnte Ausnahmeregelungen für Jäger, Sammler und Sportschützen. Eine Lizenz lösen zu müssen ist vertretbar, da es sich bei einer Schusswaffe halt nicht nur um ein Sport- sondern auch um ein Kriegsgerät handelt. Es wird also nur entwaffnet, wer diese Lizenz ablehnt.

Der zweite Aspekt ist der effektivere Schutz der Bevölkerung. Wenn auch nur wenige Menschenleben gerettet werden können, so hat sich diese Initiative bereits gelohnt. Es ist eine Tatsache, dass Bedrohungen und Selbstmorde im Affekt verhindert werden können.

Ausserdem gibt es keine Gründe weshalb die Armeewaffe immer noch zuhause aufbewahrt werden muss. Wir gehen kein Sicherheitsrisiko ein, wenn die Waffe neu im Zeughaus gelagert wird. Würde die Waffe beispielsweise ins Korpsmaterial integriert wird und am Ende des WKs direkt im Zeughaus abgegeben, so würde sich der Aufwand in Grenzen halten. Meine Ideen dazu habe ich bereits Mitte 2009 in meinem Blog veröffentlicht.

Wichtige Pro-Argumente

  • Sturmgewehre gehören nicht in den Kleiderschrank!
    Eine grosse Mehrheit der Schusswaffen in der Schweiz sind Armeewaffen. Die Heimaufbewahrung dieser Waffen ist zweifelhaft. Wird die Waffe nicht korrekt aufbewahrt, so wird diese rasch zur einer Gefahr. Mit einem JA zur Waffen-Initiative wird die Waffe sicher im Zeughaus aufbewahrt.
  • Verhinderung von Affektmord und -suiziden
    Ist eine Waffe zuhause, so erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass im Affekt Suizide oder Morde stattfinden. Die Munition für Armeewaffen kann ohne Probleme bezogen werden.
  • Unterstützung der Verbrechensbekämpfung
    Das zentrale Waffenregister erleichtert der Polizei die Aufklärung von Verbrechen. Die heute noch kantonale Regelung hat zur Folge, dass nicht alle Kantone den gleichen Standart anbieten.

Wichtige Contra-Argumente

  • Die Waffeninitiative schafft nur eine scheinbar höhere Sicherheit
    Es versteht sich von selbst, dass illegle Waffen, welche von Kriminellen verwendet werden nicht registriert und weggeschlossen werden.
  • Keine Ursachenbekämpfung
    Die Waffeninitiative ist zwar ein Anfang, sie bekämpft die Ursachen von häuslicher Gewalt oder Suiziden jedoch nicht!
  • Erhöhter Aufwand für Jäger, Sportschützen und Sammler
    Es ist auch nicht von der Hand zu weisen: Jäger, Sportschützen und Sammler, welche heute ohne Probleme Ihrem Hobby nachgehen können, werden bei einem JA mehr Aufwand haben. Für mich ist dieser Aufwand jedoch vertretbar!

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