Öffnungszeiten: Erneut eine fragwürdige Entscheidung

Fragwürdige Entscheidung des Bundesgerichts / Quelle: E-Paper 20 Minuten vom 23. Juli 2010

Das Bundesgericht hat entschieden: Ich darf ab sofort in der Nacht nur noch Take-Away Speisen, Autozubehör und Treibstoff kaufen. Ein Entscheid, der durch die unterschiedlichsten kantonalen Regelungen ergänzt wird.

Einmal mehr eine fragwürdige Entscheidung zum Thema Öffnungszeiten. Die Regelungen werden laufend nur noch komplizierter und führen für den Handel zu einem grossen Aufwand! Die Junge CVP Kanton Bern forderte deshalb schon im April das Gegenteil: Liberalere Öffnungszeiten!

Was wird erreicht, wenn in der Nacht zwar Take-Away-Speisen verkaufen dürfen, die Packung Kondome oder andere Toilettenartikel dafür nicht mehr? Nichts anderes als Unverständnis vom Handel, vom Konsumenten und von den Arbeitnehmern. Schicht-Mitarbeiter an Tankstellen-Shops müssen nun vielleicht sogar zu ihrem Schutz um ihre Stelle bangen. Denn manch ein Tankstellen-Shop wird nun aufgrund mangelnder Rentabilität über Nacht schliessen müssen.

Ob damit das Bundesgericht das eigentliche Ziel erreicht hat, dies Stelle ich in Frage. Denn ausser einem neuen, komplizierten Regelwerk wurde aus meiner Sicht nichts erreicht!

Ich werde mich auch weiterhin für einen offenen, liberaleren Detailhandel einsetzen: Liberalere Öffnungszeiten mit einem guten Schutz für die Mitarbeiter sollen keine Illusion sein – sondern eine Tatsache!

4 Kommentare

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  3. Ob sich nun bereits das Bundesgericht von der Unia beeinflussen lässt?? Es wird immer besser. Bald sind wir nur noch ein Volk von Marionetten.

  4. Es ist wirklich auf für mich fragwürdig, wieso ein Bundesgericht über solche Sachen entscheiden soll. Da gibt es nur eins: Entgegenhalten und sich das nicht gefallen lassen!