Die Woche der Verbote

Letzte Woche versuchten sich gleich ein paar Politiker mit Verboten zu profilieren. Leider haben sie wohl damit eher das Gegenteil erreicht. Denn fast ohne Ausnahme waren die Verbote ziemlich fragwürdig oder schlicht überflüssig.

Das Verbot von Kaugummizigaretten lässt sich noch argumentieren. Das Pokerverbot wird (hoffentlich) niemals umgesetzt, da es von überall her bekämpft wird – zurecht! Und das WM-Verbot in Gartenrestaurants wurde von Bern belächelt und anschliessend von Zürich nochmals überdacht.

Was jedoch im Anschluss in Bern geschah, das zeigt uns erneut auf dass sich die aktuelle Regierung in Bern lieber um sinnlose Profilierung kümmert – anstelle die ernsthaften Probleme zu lösen.

Denn…

  • „Mutter / Vater“ wird neu zu „das Elter“ oder „der Elternteil
  • Die „Mannschaft“ ist neu das „Team“
  • Das „Patientenzimmer“ wird neu zum „Wartezimmer“
  • Das „Lehrerzimmer“ heisst neu „Pausenzimmer“
  • Der „Fussgängerstreifen“ wird neu zum „Zebrastreifen“

Man merke sich: Wir benutzen also lieber Anglizismen (wie Team) als unsere Muttersprache. Ein solche Regelung kostet nur viel und ist zudem schlicht überflüssig. Das Frauen den Männern gleichgestellt werden, dass finde ich sehr notwendig. Mit diesen Massnahmen steht aber keine einzige Frau besser in der Gesellschaft da. Frauen, die sich für Gleichberechtigung einsetzen, die werden nach solchen Verboten höchstens nur noch belächelt.

Deshalb: Liebe Politiker, nehmt Eure Verantwortung bitte wahr und löst die wirklichen Probleme. Und hört auf, selber neue Probleme zu schaffen!

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