Traurige Bilanz nach dem Cupfinal

Gewalt, Sachbeschädigung und Verletzte – Das ist die traurige Bilanz vom Cupfinal am Mittwochabend in der Stadt Bern. Stundenlang blockierten Fans vor und nach dem Spiel den Bahnhof. Reisende kamen nicht durch die Halle und zu den Gleisen. Rund ums Spiel kam es zu Schlägereien und Sachbeschädigungen.

Es ist ein weiteres, trauriges Kapitel im Schweizer Fussball. Und dies nur gerade eine halbe Woche nach den Ausschreitungen in Zürich Altstetten. Nicht nur was sich im Berner Bahnhof abspielte muss uns allen zu denken geben. Trotz der Kontrollen wurde viel zu viel Pyrotechnik ins Stadion geschmuggelt.

Erstaunen mag dies mich jedoch nicht wirklich. Als regelmässiger Matchbesucher von YB-Heimspielen musste ich schon länger beobachten, wie unseriös zum Teil Eintrittskontrollen umgesetzt werden. Ein Problem, welches nicht erst seit gestern besteht, und auch nicht so einfach zu lösen ist. Denn beim Eingang warten will ja schliesslich niemand lange. Nur sinkt die Hemmschwelle laufend und die Gewaltbereitschaft der Fans wird zunehmend ein Problem. Und so ensteht ein Ausmass, welches wir nicht mehr dulden dürfen.

Das Problem der Polizei in die Schuhe zu schieben ist zwar einfach; aber nicht korrekt. Denn sobald die Polizei eingreifen muss ist es meistens schon zu spät. Die Stimmung am Mittwochnachmittag war schon von Beginn weg aufgeheizt. Wenn bei Fanzügen durch die Stadt bereits Fackeln und Rauchpetarden abgefeuert werden und die ersten drei Reihen der YB Fans vermummt sind, so ist nicht die Rede von einem Fussballfest oder „erä geile Stimmig“. Nein, es ist schlicht und einfach bedenklich.

Es ist deshalb an der Zeit, dass alle zusammenarbeiten: Politik, der Schweizer Fussball Verband, die Vereine der Superleague (und zwar alle!) und auch die Fans. Das Abbrennen von Pyrotechnik im Stadion ist nicht „cool“ – es ist dumm und hat an einem Fussballspiel nichts zu suchen. Auch wenn es meist nur wenige sind: Die Hemmschwelle der Fans sinkt auch hier von Spiel zu Spiel. Und darunter leiden die Familien und friedlichen Fans, welche auch heute noch in der Überzahl sind.

4 Kommentare

  1. Pingback: Daniel Wyss

  2. Meiner Meinung nach muss gegen Chaoten wirklich mal richtig durchgegriffen werden.
    Hey.. cooler Blog.. schau doch mal bei mir rein.. und wenn Du wirklich Lust hast hinterlasse doch einen Kommentar!! 🙂

    Liebe Grüsse nach Bern
    Meine BLOG-Adresse: http://bonz.ch/blog/

  3. Heute gab es übrigens einen Runden Tisch zu diesem Thema. Die ersten Schritte sind eingeleitet. Und diese ersten Schritte finde ich gut!

    Klar ist auch, dass noch weitere Schritte notwendig sind. Aber Bundesrat Maurer und die weiteren Teilnehmer des Runden Tisches haben erste sinnvolle Massnahmen eingeleitet.

    Einen Radiobericht dazu gibt es auf dem folgenden Link:
    http://www.sautter.fm/2009/06/massnahmen-gegen-hooligans/